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Ritterkreuzträger Fritz Vehse – der Typ eines Einzelkämpfers

 

Interview vom 2. Juli 2017

 

Im Juli 1944 stand die 342. Infanterie-Division an der Rollbahn Luboml-Cholm in schweren Kämpfen. Russische Einheiten hatten mit starken Kräften in eine im Aufbau befindliche dünne deutsche Stützpunktlinie hineingestoßen und drohten die Rollbahn in Besitz zu nehmen.

Am Bahndamm der Ortschaft feuerte der Pioniergefreite Vehse mit seinem Maschinengewehr auf die heranrückende Rote Armee, bis die Munition alle war.

Nach dem Rückzug zogen Vehse und sein Kamerad neben einem Sturmgeschütz in Deckung unter. Sie erholten sich kurz von den Strapazen und ließen sich dankbar von der Sturmgeschützbesatzung die leeren MG-Gurte aufmunitionieren. Nur wenig später erfolgte ein weiterer Angriff mit lediglich einem MG mit frischer Munition. Zahlreiche sowjetische-MG-Nester konnten ausgeschaltet werden.

 

Fritz Vehse: „Günther, mein 2. MG-Schütze und ich beobachten einen russischen LKW, der in der Nähe ein PAK Geschütz mit Besatzung ablädt.“

Noch bevor die Besatzung das Geschütz in Stellung bringen kann, schalten Fritz Vehse und sein Kamerad die Besatzung im Sturmangriff mit MG und MP aus und übernehmen die PAK. Sofort eröffnen sie das Feuer auf die russischen Linien.

Fritz Vehse: „Wir haben den Russen die „Eier“ (Munition) unverzüglich zurück geschickt.“

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Massierter Granatwerferbeschuß durch die Sowjets zwangen Vehse und seine Kameraden zum Rückzug.

Dem schneidigen Einsatz des Pioniergefreiten Vehse ist es zu verdanken, daß die Rollbahn nach Cholm gesperrt blieb und die Flanke der Division gesichert wurde.  Dafür erhielt Fritz Vehse später die hohe Auszeichnung verleihen.

Aufgrund seiner Verletzung am linken Unterarm wurde Vehse zum Verbandsplatz und dann mit einem LKW zum Bahnhof gefahren. Der verwundete Wehrmachtssoldat war mit dem Zug vier Tage lang unterwegs und wurde von Cholm nach Leipzig transportiert.

Eine ehemalige Schule in Leipzig, die zu einem Lazarett umfunktioniert worden war, sollte die Genesung der Landser gewährleisten. Der Besuch seiner Eltern überraschte ihn und hier offenbarte Vehse seinen Eltern, dass dies bereits seine dritte Kriegsverletzung sei.

Es verblieb noch genug Zeit zur Genesung bis zur Verleihung des Ritterkreuzes, die am 4. Oktober 1944 in der Pionierkaserne in Koblenz stattfand. Die feierliche Zeremonie wird auf vier privaten Fotos dokumentiert. Im Gasthof „Zum wilden Mann“ in Neuwied wurde anschließend mit etwa 30 Personen ausgiebig gefeiert. Darunter Vater, Mutter seine beiden Schwestern.

Im März 1945 wurde Vehse durch einen Granatsplitter erneut verletzt. Der Transport erfolgte mit einem Lazarettzug und führte über Regensburg nach Straubing. Bereits gegen Mitte April erfolgte die Überweisung zur Ambulanten Reha nach Berlin-Tempelhof. Mit einem Lazarettzug ging es von Straubing über Leipzig nach Berlin. In der eingeschlossenen Reichshauptstadt erhält Fritz Vehse am 20. April 1945 einen Marschbefehl nach Berlin Spandau. Der Sammelpunkt ist eine Pionierkaserne. Unteroffizier Fritz Vehse soll die Pionierkaserne verteidigen, lautet der Auftrag, aber auf dem gesamten Kasernengelände befinden sich keine Waffen.

Allerdings sind eine Vielzahl an „Opel Blitz“ und „Büssing LKWs“ verfügbar. Vehse und sein Kamerad erreichen das Olympia-Stadion und Reichssportfeld, wo ungefähr 30 oder mehr Hitler-Jungen mit Maschinenpistolen und Panzerfäusten gegen die Rote Armee kämpfen. Sie vernichten sechs T-34 Panzer. Am 1. Mai gerät Vehse in russische Kriegsgefangenschaft. Sein Ritterkreuz stiehlt ihm die polnische Miliz. Der junge Landser verbleibt bis zu seiner Entlassung Ende Oktober 1945 im Kriegsgefangenen Lager in Landsberg (Warthe) – Nach seiner Entlassung bekam der Landser wegen seiner hohen Kriegsauszeichnung (Ritterkreuz) für ein Vierteljahr lang keine Lebensmittelkarten zugeteilt.

Fritz, Gustav, Paul Vehse erblickte am 23.  April 1924 in Berlin-Mariendorf das Licht der Welt. In Berlin absolvierte er eine Ausbildung zum Stahlbauschlosser. Nach dem Kriegsende arbeitete Vehse als Chauffeur und Kraftfahrer. Heute lebt er in Norddeutschland.

 

In unserem Archiv findet sich ein mehrstündiges Filminterview mit Fritz Vehse. Seine Dokumente liegen als hochwertige Scans vor.

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Ritterkreuzträger Alfred Eick (U 510) verstorben

http://www.nw-trauer.de/Traueranzeige/Alfred-Eick

„Fronterlebnisse –
Hochdekorierte Soldaten erinnern sich“

Sie waren alle Offiziere. Sie dienten alle an vorderster Front. Sie alle sind für ihren Einsatz hochdekoriert worden. Fünf Veteranen des Zweiten Weltkrieges von Heer, Waffen-SS, Luftwaffe und Kriegsmarine gewähren nun einen einmaligen Einblick in die schwerste Zeit ihres Lebens:
Der Sohn des ehemaligen Reichsaußenministers, Rudolf von Ribbentrop, berichtet von seinen Kämpfen bei Kursk.
Der Eichenlaubträger Heinz Rökker schildert seine Einsätze als Nachtjäger und wie er Reichsmarschall Hermann Göring begegnete.
Leutnant der Reserve Ernst Büntgens erzählt, wie er sein Auge verlor und sich dennoch wieder an die Front meldete.
Sturmgeschützkommandant Dr. Alfred Regeniter, dessen Aufzeichnungen die einzigen der Sturmgeschütz-Brigade 276 sind, erlebte den Untergang von West- und Ostpreußen an vorderster Front.
Alfred Eick, Kommandant von U 510, verbrachte etliche Monate im fernen Japan und gehört zu den erfolgreichsten U-Boot-Fahrern.
Ein einmaliges Stück deutscher Zeitgeschichte gegen das Vergessen und gegen den Krieg.
Buch, 112 Seiten, geb.
ISBN: 9783941538740
Best.-Nr. 6007
VK 16,95 €
Sofort lieferbar!

http://www.zeitreisen-verlag.de/Buecher/Der-2Weltkrieg/Spezialeinheiten/Losert-Fronterlebnisse–hochdekorierte-Soldaten-erinnern-sich.html

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Buchneuerscheinung! Fritz Darges: Im inneren Kreis

Sofort lieferbar!

Fritz Darges:

Im inneren Kreis

Der Mann für „Spezialaufträge“ im inneren Kreis des „Hitler-Deutschland“ – so lässt sich Fritz Darges wohl am besten beschreiben. Wie andere gehörte er nicht zu den Entscheidungsträgern, war aber zur Stelle, wenn Geschichte geschrieben wurde.

Nach erfolgreichem Abschluss der „SS-Junkerschule“ in Bad Tölz wurde Darges von Reichsleiter Martin Bormann als Adjutant eingesetzt. Darges Ausbildung, sein selbstsicheres Auftreten und seine Umgangsformen ließen ihn in das Blickfeld des Reichskanzlers geraten. Der Panzertruppen-Offizier wurde in Friedens- und Kriegszeiten immer wieder von höchster Stelle angefordert. Darges fuhr als persönlicher Leibwächter mit Eva Braun nach Italien, erlebte Adolf Hitler aus nächster Nähe am Berghof und in den „Führerhauptquartieren“. An vielen Fronten kämpfte er in der Waffen-SS-Division „Wiking“.

Der 2009 verstorbene Ritterkreuzträger liefert mit seinen Erinnerungen wichtige neue Teile für das unvollendete Puzzle des „Dritten Reichs“ aus erster Hand. Ungeschminkt berichtet er von seiner Tätigkeit und wie er Hitler und seine Umgebung erlebt hat. Es wird immer wieder nach dem „Warum“ und „Wie“ gefragt, aber fast niemandem gelang es, Fritz Darges zu befragen. Dabei konnte er über viele Ereignisse berichten, die bis jetzt weitestgehend unbekannt waren und nun hier erstmals schriftlich vorliegen. Ob im „Berghof“, im Sonderzug des Reichskanzlers, oder den Führerhauptquartieren: Darges war den Mächtigen nah und schildert hier seine Eindrücke, die er von diesen Männern und dem 2. Weltkrieg gewann.

Zeitzeugen berichten“ Band 4

TB, 112 Seiten, zahlreiche unveröffentlichte, unbekannte Dokumente u. Fotos, € 14,95

Alle bisher erschienenen „Zeitzeugen berichten“ Bände erhalten Sie bei ZeitReisen.

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Fritz Darges: Im inneren Kreis

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Darges: Im inneren Kreis – Buchneuerscheinung Oktober 2014

Fritz Darges: Im inneren KreisFritz Darges:

Im inneren Kreis

Der Mann für „Spezialaufträge“ im inneren Kreis des „Hitler-Deutschland“ – so lässt sich Fritz Darges wohl am besten beschreiben. Wie andere gehörte er nicht zu den Entscheidungsträgern, war aber zur Stelle, wenn Geschichte geschrieben wurde.

Nach erfolgreichem Abschluss der „SS-Junkerschule“ in Bad Tölz wurde Darges von Reichsleiter Martin Bormann als Adjutant eingesetzt. Darges Ausbildung, sein selbstsicheres Auftreten und seine Umgangsformen ließen ihn in das Blickfeld des Reichskanzlers geraten. Der Panzertruppen-Offizier wurde in Friedens- und Kriegszeiten immer wieder von höchster Stelle angefordert. Darges fuhr als persönlicher Leibwächter mit Eva Braun nach Italien, erlebte Adolf Hitler aus nächster Nähe am Berghof und in den „Führerhauptquartieren“. An vielen Fronten kämpfte er in der Waffen-SS-Division „Wiking“.

Der 2009 verstorbene Ritterkreuzträger liefert mit seinen Erinnerungen wichtige neue Teile für das unvollendete Puzzle des „Dritten Reichs“ aus erster Hand. Ungeschminkt berichtet er von seiner Tätigkeit und wie er Hitler und seine Umgebung erlebt hat. Es wird immer wieder nach dem „Warum“ und „Wie“ gefragt, aber fast niemandem lang es Fritz Darges zu befragen. Dabei konnte er über viele Ereignisse berichten, die bis jetzt weitgehend unbekannt waren und nun hier erstmals schriftlich vorliegen. Ob im „Berghof“, im Sonderzug des Reichskanzlers, oder den Führerhauptquartieren usw. Darges war den Mächtigen nah und schildert hier seine Eindrücke, die er von diesen Männern und dem 2. Weltkrieg gewann.

TB, 112 Seiten, zahlreiche unveröffentlichte, unbekannte Dokumente u. Fotos, € 14,95

Sofort lieferbar! 21. Oktober 2014

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Filmfund – Amateurfilmaufnahmen der 3. Gebirgs-Division

Buchtitel "Im Auge des Jägers"Major Max Hermann Kloss

 

 

 

 

„Im Auge des Jägers“ ist vielen Lesern unseres ZR-Blogs als Lektüre bestens bekannt. Der Erlebnisbericht des Scharfschützen, Josef Allerberger,  gibt einen unverstellten Blick auf die Geschehnisse des  2. Weltkriegs frei. Als Wehrmachtangehöriger des Gebirgs-Jäger-Regiments 144 der  3. Gebirgs-Division schildert er den Alltag und Schrecken des Krieges offen und schonungslos.

Im September 1943 übernahm Major Max Kloss (Ritterkreuzträger) das II. Bataillon / Gebirgs-Jäger-Regiments 144 das einen Brückenkopf bei Nikopol sicherte. Er war freiwillig von der Lapplandfront an die Ostfront gewechselt. Bei einer Lagebesprechung wurde er durch Splitter eines Artillerie-Geschosses am Kopf  schwer verletzt und verstarb am 2. Dezember 1944.

Max Hermann Kloss war ein begeisterter Amateurfilmer, der private Ereignisse und wichtige Stationen seines Kriegseinsatzes für die Nachwelt festhielt. In unserem Archiv befinden sich seine mehr als 22 Filme, die bereits digitalsiert vorliegen. Wir danken der Familie herzlich für das uns entgegen gebrachte Vertrauen und die freundliche Überlassung des geschichtlich wertvollen Filmkonvolutes.

Bestens grüßend

Marc Meier zu Hartum