Fritz Darges

“Im inneren Kreis”

Durch üppige Kommentare aufgebläht” versucht der wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Stuttgart, Doktor Christoph Raichle, das Buch “Im inneren Kreis” in seiner am 7. Februar 2015 in der “Celleschen Zeitung” erschienenen Rezension zu umschreiben. Die langjährigen Bemühungen einen privaten Kontakt zu dem Zeitzeugen aufzubauen und ihn zu einem Filminterview zu gewinnen, sieht ein promovierter Historiker leider nicht. Ebenso kalt läßt ihn auch das Auffinden von Dokumenten und unveröffentlichten historischen Fotos.

Glücklicherweise kommt es nur sehr selten vor, daß ein Rezensent so vollkommen einseitig urteilt.

In seinem Vorwort betont Marc Meier zu Hartum die überragende Bedeutung von Zeitzeugen, die der Nachwelt endlich ein korrektes Bild von Hitler vermitteln können, eine Aufgabe die er den Historikern offenbar nicht zutraut.

Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt.

Es hat offenkundig den Anschein, daß  sich hier jemand “getreten” fühlt und deswegen bellt.

Hier rächt sich womöglich Meier zu Hartums in seinem Vorwort betonte Geringschätzung für jene Ergebnisse der Forschung, die längst bekannt sind.

Bisher ging ich davon aus, dass Forschung unvoreingenommen und ergebnisoffen sein soll. Doch weit gefehlt.

Doktor Christoph  Raichle sucht in dem Buch “Im inneren Kreis” nach vermeintlicher Beteiligung an Verbrechen, die der Zeitzeuge nun preisgeben soll.

Eine “schöne” wissenschaftliche Arbeit, bei der das Ergebnis schon zu Beginn der Foschung feststeht.

Gerne weise ich auf das Werk des Rezensenten hin. In “zehnjähriger Arbeit in Stuttgart” entstand die Disseration Raichles, die unter dem Titel “Hitler als Symbolpolitiker” veröffentlicht worden ist.

Wenn Sie jedoch an wirklicher Quellenforschung und unverstellten Veröffentlichungen aus der Zeitzeugen-Generation interessiert sind, empfehlen wir Ihnen das Buch von Fritz Darges.

Ihnen eine schöne Vorfrühlingszeit wünschend

Marc Meier zu Hartum

 

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